Wenn wir einander anschauen, verstehen wir uns. Es ist schwer einem Menschn zu begegnen, dessen Herz im gleichen Rhythmus schlägt, doch, wenn wir ihn finden, ist dessen Velust umso schwerer zu verkraften.
In manchen Stunden bin ich mir selbst genug. Dann gibt es keine Leere, kein Einsam sein, kein unförmiges Gefühl. Dann gibt es nur das Rauschen zwischen den Ohren, die Augen, die in der Ferne Neues suchen und eigentlich doch nicht schauen. In solchen Stunden höre ich mit allen Sinnen in mich hinein, spüre jede Sehne, jedes Band, das sich am Knochen festhält, bereit zu arbeiten und trotzdem voller Ruhe. Jeder Muskel fühlt sich sicher an, sich seiner selbst bewusst. Und ich atme tief ein, hebe den Brustkorb, sehe, wie sich die Haut dehnt bei jeder Bewegung. Am liebsten aber schaue ich meinen Händen zu, wie sie sich reflexartig Buchstaben auf der Tastatur suchen, immer in Einklang mit meinen Gedanken, immer versucht schnell genug zu sein um ja kein Wort zu verlieren. Wie sie sich fast überschlagen, wenn die Gedanken wieder einmal schneller sind, so wie sich mein Mund überschlagt, wenn ich schneller denke als ich reden kann. Dann bin ich voller Glück, voll mit Liebe für mich und mein Denken, bin so sehr ich, dass ich nicht weiter von anderen entfernt sein könnte. Und darin liegt letztlich alle Tragik. Sich selbst nahe sein ist immer mit Entfernung zum Anederen verbunden, birgt immer Abstand, manchmal unüberwindbare Brücken, zur äußeren Welt. Tanzt man zur Musik, die dein Lächeln melodisch schwingen lässt, so ist man neben dem Takt des Lebens.