Freitag, 24. Februar 2012

Vielleicht wollen wir zu viel.

Immer den ganzen Kuchen. Nie genug bekommen.
Das ganze Paket, quasi.


Und dann sind wir tottraurig, wenn es gar nicht funktioniert.

Manchmal hilft es einen Schritt zurückzugehen und das ganze aus einer anderen Richtung zu betrachten.
Das ist ziemlich schwer, schwerer noch als danach tief durch zu atmen. Doch, wenn es einem gelingt, ist es umso wichtiger genau zu schauen.
Es gibt nur selten Chancen diesen Schritt zu gehen. Nur zu oft laufen wir mit unseren kleinen Scheuklappen vor den Augen durch die Welt und schaffen es nicht einmal gerade aus zu blicken. Wir laufen panisch und immer auf der Suche nach Antworten, ohne die Fragen überhaupt zu kennen.
Aber wir suchen, suchen wie verrückt. Aus Angst, aus Langeweile, meistens aber, weil wir nicht anders können.
Wir sind Suchende; Halt, Vertrauen, Spaß. Ganz gleich, hauptsache nicht stehen bleiben.

Denn stehen bleiben würde bedeuten, die Welt ohne einen weiter drehen zu lassen.  Ist das so?
Geht alles weiter, verändert sich so rasend schnell, dass wir möglicherweise nicht mehr hinterher kommen würden? Laufen die Uhren noch etwas flotter?

Wenn ich dich sehe, rennt mein Herz und mein Verstand rast. Er rast so schnell, dass auch ich meinen Gedanken nicht mehr folgen kann. Sie fliegen umher, huschen an mir vorbei und bleiben einfach nicht stehen.
Und wenn ich dich nicht sehe, laufen sie immer wieder den gleichen Weg. Auf und ab, und auf und ab. Und ich komme zu keiner Lösung.
Komme nicht auf dem richtigen Weg an.
Doch dann - trete ich einen Schritt zurück und betrachte dich. Und mich.

Und sehe, wie ich alles haben will, sehe, wie ich nur das gelbe vom Ei haben will.
Und vergesse dabei, dass ich selbst gar nicht in der Lage bin alles zu geben, mich komplett fallen zu lassen, bedingungslos zu vertrauen.

Also gehe ich einen Schritt nach dem nächsten.
Und nehme, was - nein, nicht, was ich kriegen kann - sondern, was ich ertragen kann.
Und ich kann doch gar nicht alles ertragen. Und du auch nicht. Wer kann das schon?
Ich will nur ein bisschen Zeit von dir, für mich.
GIb mir ein bisschen Zeit.



"Im Grunde ihres Herzens erwartete sie ein Ereignis. Wie die Matrosen in Seenot ließ sie verzweifelte Blicke über die Ödnis ihres Lebens schweifen und suchte fern am Horizont ein weißes Segel."

Ich wollte die Wahrheit wissen, dass sie Mist ist - dafür kannst du nichts.

An dich:

Ich hasse es zu schreiben. Dir zu schreiben.
Dir zu schreiben bedeutet, nicht mit dir reden zu können, dich nicht sehen zu können.
Und das bedeutet, du willst mich nicht sehen, oder mit mir reden.
Also muss ich Worte finden, die all das, was ich denke und fühle gut ausdrücken können.
Dabei ist das das Schwerste. Denn, egal, was ich sage, den Ton zwischen den Zeilen werde ich nicht verändern können.
Der sitzt in deinem Kopf.
Der wird geformt durch deine Erfahrungen und all den Dingen, die dich dazu bringen, heute wieder nicht anzurufen.
 Und dabei bleibe ich auf der Strecke, weißt du?
Mit all meinen Erfahrungen, Ängsten und Sehnsüchten.
Und das verrückte dabei ist, dass ich das alles bei dir vergessen kann. Mit dir ist es wie nach Hause kommen, all meine Ängste lasse ich vor deiner grünen Tür und nehme nur meine Freude mit hinein.
Ich brauche dich nicht um mich gut zu fühlen, ich brauche dich nicht, damit einer für mich Verantwortung übernimmt. Das passiert von ganz allein.
Ich bin die meiste Zeit glücklich ohne dich um mich zu haben.
Doch du machst mich lebendig, schon mit einem kleinen "Hey,.." durch den Höhrer. Und das macht mir Angst. Eine scheißangst.
Diese Macht, die du über mich hast.
Ich möchte dich. Ich möchte dich in meinem Leben. Nicht, weil ich dich brauche.
Ich brauche dich nicht. Ich kann auch ohne dich leben, das habe ich lange genug bewiesen. Ich hätte dich getrost im alten Jahr lassen können und dich nie wieder sehen müssen. Du warst mir egal.
Und dann hast du gesagt, es würde sich lohnen. es fühlt sich doch so gut an, nicht wahr?

Und nun sitze ich hier und suche nach Worten, die dich nicht noch weiter von mir wegbringen. Und ich habe den schlimmen Verdacht, dass, ganz gleich, was ich sage, es dich von mir wegbringen wird.
Ich vertraue da meinem Gefühl, all deine Worte waren wahr, doch nun, nun ist es zu anstrengend, nun bin ich zu anstrengend für dich.
Vielleicht hast du Angst, ohne zu wissen, dass ich gut im Ängste nehmen bin.
Vielleicht hast du keine Lust, ohne zu wissen, dass auch hier Ehrlichkeit der einzige richtige Schlüssel wäre.
Vielleicht, vielleicht hast du mich einfach vergessen und ich bin dir egal. Dagegen habe ich keine Lösung, dagegen habe ich nur ein Schulterzucken.

Ich hätte dich so gern in meinem Leben. 2008 habe ich diese Worte nicht gefunden, heute - heute habe ich Angst, dass es zu spät ist.


Du musst es mir nicht glauben, aber es ist wahr.

Dienstag, 14. Februar 2012

Du bist meine Lieblingsassoziation

Ach, könnte man sich doch die Worte aus Hirn und Herz wegwischen und die Welt nur ein einziges Mal mit den Augen sehen.

Es ist zwar eine romantische Vorstellung, dass alle Gefühle im Herzen gespeichert sind, aber es ist Quatsch. Man fühlt mit dem Kopf, weil Gefühle beim Denken entstehen.

Vielleicht ist es genau unsere Zeit - Silvester. Die Wende.

Und immer schleichst du dich dann in mein Leben, wenn ich dich eigentlich nicht gebrauchen kann, aber nichts lieber haben will.

"Sprichst du manchmal von mir?", fragst du mich.
Und ich zögere und überlege, ob ich ehrlich oder einfach antworten sollte. Und ich wäge ab. Und frage mich, hast du Ehrlichkeit verdient?
- "Wenn ich von dir erzähl, dann spreche ich oft nur von deiner Art. So, wie du die Welt siehst oder wie du reagierst, wenn du ein tolles Lied hörst; dann erzähle ich von deinen großen Augen und den nervösen Händen und wie sich deine Stimme verändert, wenn du etwas ganz besonders gut findest und deine Worte nicht hinterherkommen.
Ich könnte natürlich auch von deinem Aussehen reden, aber das ist mir gar nicht wichtig.
Du bist es.
Wenn du mich küsst, und du dabei alles vergisst, werd ich ganz verrückt. Denn dann hälst du mich so fest, dass es fast ein bisschen weh tut, aber dein Verlangen ist Kompliment, ist anziehend, ist Luxus.
Ich rede von deinem Lächen, ja genau das. Nicht von deinen Grübchen, oder den so wunderbar gezeichneten Lippen, sondern ich erinnere mich am liebsten an die Stelle, an der man deine Zähne sieht, wenn du beim Lächeln den Mund ein wenig öffnest, oder manchmal auch, beim Reden. Dann würde ich dir die Stelle am allerliebsten wegküssen.
Oder manchmal überkommt es mich auf der straße, dass ich jemanden sehe, der ein kleines, nur ein winzig kleines Detail von dir in sich trägt und ich verfalle in Gedankenschwärmereien über deine Haare. (naja, vielleicht, ein bisschen Aussehen.)

Aber meistens, da rede ich davon wie gut du mich fühlen lässt, wenn ich bei dir bin und dann, habe ich über dich schon alles gesagt.
Bei dir ist es wie nach Hause kommen und meine Lippen sind voll Liebe."


"Farids Herz wurde so leicht, dass es ihn nicht verwundert hätte, wenn es einfach aus ihm herausgeschwebt wäre."



Das kurz-vor-dem-Aufstehen-Licht ist das Schönste.
In dem möchte ich dich sehen und hoffen, dass das Lächeln auf deinen Lippen von einem Traum kam, in dem du mein Gesicht sahst.

Montag, 6. Februar 2012

interkussziplinär.

Wir spielen Roulette.
Ich setze auf dich und meistens verliere ich.
Auf mich, kannst du dich verlassen und gehst all in.

Ich würde gern einen ganzen Tag mit dir im Bett verbringen. Urlaub feiern.
Doch ich stehe nur vor der Tür und höre dich schlafen.
Manchmal ist das ganz schön anstrengend.

Ein bisschen erschöpftes Vertrauen. Aber du nimmst mich mit auf diese Reise, deren Ende ich noch nicht kenne.
Und ich bin nicht sicher, ob ich die richtige Kleidung eingepackt habe.

Freitag, 3. Februar 2012

ich möchte:

- mit dir einen Sonnenaufgang sehen
- S Bahn fahren und dabei deine Hand halten
- von dir abgeholt werden
- Schnee aus deinen Haaren fangen
- mit dir aufwachen und ausschlafen können
- dich am Tage bis in die Nacht küssen
- dich bis in den Frühling küssen
- sehen, wie du etwas aufschreibst
- mit dir einkaufen gehen
- dir eine eine Weintraube klauen und in den Mund stecken
- bei dir sein.

Greifbarkeiten.

Meistens.. Manchmal.

Aber eigentlich: Immer.
Immer, wenn wir uns sehen, tust du mir gut. Du fühlst dich gut an. So richtig gut. ich mag es, deine Wange anzufassen und die zarten Härchen zwischen meinen Fingern zu spüren. Eigentlich, mag ich keine Bärte. Ich mag auch sonst keine Haare, nur auf dem Kopf, zum durchdieHaarefahren. Aber bei dir ist es anders.
Mit dir ist alles anders. Mit dir fühlt sich herumliegen an wie schweben, bei dir vergesse ich, für einen klitzekleinen Augenblick, meine Ängste. Ich vergesse sie so, dass ich dich auffressen will, ganz und gar. Und dieses Gefühl ist mir so unheimlich fremd, dass ich mich fürchte und zurückschrecke. Meistens fürchte ich mich so sehr, dass ich im Grunde nur erstarrt neben dir sitze und dich betrachte.
Ich betrachte dich gern, das tröstet ein wenig, denn, wenn du dort sitzt und redest, oder manchmal, wenn du mit jemandem telefonierst, lächelst du auf eine ganz bestimmte Weise und dann sehe ich dort diese kleinen Fältchen, die sich um deine Augen legen. Andere würden sagen, dass Schönste wäre wohl das Grübchen in deiner Wange, aber das ist es nicht einmal: ich mag, wie sich deine Lippe ein bisschen nach oben zieht und man deine Zähne sehen kann. Und dann möchte ich dieses Stück wegküssen, so sehr wegküssen, dass ich es habe und mit nach Hause nehmen kann und immer dann, wenn mir danach wäre, aus der Tasche nehme um es anzuschauen.
Aber sowas geht ja nicht, nicht einmal im Traum.
Im Traum küsse ich dich oft. So wie beim ersten Mal, weißt du noch? - Nach dem ersten schüchternen Kuss, als sich die Lippen noch suchten und verlangten. Heute, heute wissen sie von einander und sie fordern einander ein, finden einander und drängen sich zusammen und wollen nicht voneinander lassen.
Im Traum halte ich deine Hand, während wir durch die Straßen spazieren und der Schnee unter unseren Schuhen knarrt. Bevor der erste Schnee fiel, hatten wir Laub unter den Schuhen, aber da ich die Zeit eher mit Tagträumerein verbringe, kann ich das wahlweise umtauschen.
Ich halte deine Hand, die kaum größer ist als meine. Denn wir sind ja auch sonst, fast gleich. groß. Also legen wir unsere Hände ineinander und laufen, laufen und schlendern. Ich würde gern mein Gesicht in deinen Pullover legen, meine Nase zwischen Hals und Schulter stecken, dicht an dich gedrängt dort stehen und dich einatmen.
Aber, ich traue mich nicht.
Also liegen wir, ein bisschen übermannt von unseren Gefühlen wieder ein Stück voneinander entfernt auf deinem Sofa, die Musik läuft im Hintergrund im Takt unserer Herzen. Und dann kommst du uns küsst mich und küsst mich auf den Beat und sagst: "Diese Musik ist perfekt, dieser Augenblick ist perfekt. Und ich mag dich, sehr."

Aber - du bist nicht greifbar.

Es ist, als hätten wir nach so langer Zeit endlich den perfekten Moment erwischt. Vor ein paar Wochen, als sich alles noch gar nicht so anfühlte und "dich sehen" keine Option in meinem Leben darstellte - als ich dich schon längst abgehakt hatte, da kamst du plötzlich und klopftest an mein Herz.
Und, es tut mir so leid, aber - du hast dich da jetzt eingenistet, machst dich breit und es dir gemütlich.
Ich wollte dich nicht, Dich.
Mit deinen viel zu eigenartigem Wesen, deiner Unzuverlässigkeit. Nie konnte ich mich auf dich verlassen.
Und es scheint, als könne ich das heute auch nicht, auch, wenn du Sätze wie - "ich mag dich" und "Ich will dich sehen" in den Mund nimmst. Denn du sagst auch, "ich bin nicht greifbar",  "ich bin zurzeit mehr ich, als dass da Platz für ein wir wäre."
Soviel Ehrlichkeit kann ich auch nicht einmal böse sein. Ich kann mich nicht ungerecht behandelt fühlen, oder betrogen.
Du hälst meine Hand und drückst mich, du küsst und herzt mich zum Abschied. Und es fühlt sich nicht nach Abschied an.
Doch irgendwie, irgendwie. Weiß ich nicht, ob mein Herz das mitmacht.

Ich bin so schwach, weißt du? Ich trage diese alten Geschichten so lang mit mir herum, dass ich mich schon so an sie gewöhnt habe und ich nicht weiß, wann ich sie ablegen werde. Und ich weiß auch, nichts davon ist deine Schuld, du warst, bis auf einige Ausnahmen immer gut zu mir. Du sicherst mir Vertrauen zu, sagst, ich könne dir ebenso vertrauen. Aber, ach.
Und du tust wirklich alles, damit ich mich wohlfühle, ohne, dass du es musst und forcierst.
Ich fühle mich bei dir wohl, du behälst mich trotz alledem in deinem Leben und ich bin, gern dabei.
Ich bin gern bei dir.

Vielleicht ist das am Ende ja das was zählt.


Vielleicht bin ich aber auch noch nicht bereit für dich.

Die Leute sagen, ich sei etwas ganz besonderes.
Aber eigentlich möchte ich nur für dich besonders sein.