Reise – Hin und Zurück und zu
dir. Und zu mir.
Sehnsucht. Das war
schon immer ein seltsames Gefühl. Sehr deutlich und gleichzeitig sehr
unbestimmt. Und wenn er dann draußen, draußen, draußen in der Natur war, dann
war eigentlich immer alles Sehnsucht und alles verschwand und blieb.
Manche Dinge sind einfach für
immer, oder wenigstens_ fühlt es sich so an.
"Nothing has turned out as
we expected! It never does.
Life's under no obligation to give us what we expect.
In French, you don’t really say
“I miss you.” You say “tu me manques,” which is closer to “you are missing from
me.”
I love that. “You are missing
from me.” You are a part of me, you are essential to my being. You are like a
limb, or an organ, or blood. I cannot function without you.
Im Zug – 22.06.12
Meine Reise rund um mich und die Welt.
Schon nach den ersten Stunden
bin ich auf der Suche nach einer Hintertür, doch nichts ist zu machen. Ich muss
da wohl durch. Ich darf die mir sorgsam in den Weg gelegten Steine mühselig an
den Rand stapeln und dabei aufpassen, mir nicht die Hände zu verbrennen, äh –
einzuklemmen.
Die kleinsten Details werden zu
unüberbrückbaren Hürden, ich verliere mich so schnell in ihnen, dass ich kaum
noch hinterher komme. Aber, und so wird es wohl laufen, muss ich auch da durch.
Über allem jedoch schwebt die Suche nach dem Nutzen. Ich wäge ab – selbst die
Hindernisse wäge ich ab – „ist dieser Stein der Aufwand wert?“
Ich bin zu weit gegangen um mich
jetzt zu verlieren. Ich finde mich gerade und sehe viel, wohin es mich treiben
kann, aber ich muss es wollen – muss die Hindernisse haben wollen, weil ich
dahinter Entwicklung sehe, weil mir danach Chancen eröffnet werden – ich besser
leben und größer werden kann.
Nur im Moment, im Moment ist da
nicht viel. Es macht mir Angst zu sehen, dass dort eine Dunkelheit herrscht,
die mir nicht einen kindlichen Übermut schenkt oder vor Aufregung schwitzende
Hände. Nein, es ist Angst – Angst einen Fehler zu machen, den ich bitterlich
bereuen werde.
Und ich weiß, dass ich das nicht
tun möchte. Ich möchte keinen Fehler machen, also mache ich mir jeden Schritt
bewusst, den ich gehe – ich hinterfrage meine Entscheidung und halte ihr
detektivistisch die Schreibtischlampe ins Gesicht.
Mein Herz rast, wenn ich abends
im Bett liege. Alles riecht nach Erneuerung, alles glüht vor Erwartung, doch
ich kann nur grübeln, kann nur immerzu abwägen und komme zu jeder Zeit zum
gleichen Ergebnis – es lohnt (noch) nicht.
Meine Hoffnungen trüben sich.
Ich hatte solch hohe
Erwartungen. Das Bewusstsein, dass Erwartungen niemals zu hoch sein sollten um
selbige nicht enttäuscht werden zu sehen, kenne ich – lebe ich. Doch wo wenn
nicht hier? Wann, wenn nicht jetzt? Jetzt, wo alle Türen aufgestoßen werden?
Ich das Leben vor mir habe und nichts mich aufhalten kann?
In einem der besten Beratungen
sitzend merke ich, wie viel ich kann.
Ich merke, was ich mitbringe,
was in mir steckt, wofür ich geschaffen bin.
Und ich bin für mehr bereit, als
ich zeigen kann.
Ist das nicht abstrus? Da sitzt
du jahrelang in der Uni fest, rackerst herum und lernst für Klausuren, deren
Ergebnis nur am Durchschnitt vorbeirutscht und dann, plötzlich und unerwartet sitzt du dort in
einem der BIG4 und hast zwei Wochen lang
zeit dich „einzuarbeiten“ in Prozesse, die so fix zu durchschauen sind, dass es
mir fast Angst macht.
Übersehe ich etwas? Verkenne ich
den Aufwand, die Werthaftigkeit, den an mich gesetzten Anspruch? Ist mir alles
zu viel und ich merke es nicht? Bin ich in einer verzerrten Wirklichkeit zu
Hause und denke mich zu wenig in meinen Aufgabenbereich hinein? Fehlt mir der
detaillierte Blick?
Ich bin wach.
Ich spüre mich.
Tief und schmerzhaft fühle ich
jede Zelle meines Körpers. Oh ja, und wie ich mich spüre.
Ich bin mir lang nicht mehr so
bewusst gewesen, wie in den letzten Wochen, ja eigentlich Tagen. Ich erlebe die
Stunden wie auf einem Trip, der mich jede Gefühlsregung miterleben lässt, es
gibt keine Selektion, kein Aussortieren von Unwichtigem. Ich betrachte jeden
Winkel im Raum, betrachte alle Ecken und merke – da ist nichts, was mich halten
kann.
Kann mir jemand verdenken, dass
ich das alles nicht kampflos aufgeben will?
Dass ich aber müde bin – müde
mich zu opfern für Dinge, dessen Sinnhaftigkeit sich noch immer nicht
erschließt?
Ich sehe, wie das Schicksal mir stets einen Strich durch die Rechnung macht.
Ich kann zu gucken, wie ich Entscheidungen treffe, die mich immer wieder zu
einem Ort führen, der mir bis vor kurzem unbekannt war.
Zu Dir.
Natürlich.
Ohne dich geht es nicht. Es gibt
immer ein „Du“ in meinem Leben, das mich durch die Zeit trägt und mich
erzittern lässt – nur so kann ich glauben und gehen.
Ich könnte nichts leichter tun,
als mich zu dir zu drehen.
Ich bin mir deiner so
unglaublich und schrecklich bewusst, dass ich nicht mehr unterscheiden kann, ob
ich es weh tut oder nur intensiv ist.
Die Liebe aber rebelliert. Wie
eh und je ist mein Weg beschwerlich. Nicht, dass ich mich nicht auch auf seinen
Umwegen wohl fühlte, aber, die Augen zu schließen und sich in Sicherheit fühlen
ist ein mir so fremdes Gefühl, dass ich nichts mehr kann, als danach zu
streben, es verzweifelt suche und hoffe, so inständig hoffe, dass es mir
irgendwann begegnet.
Ja, mich kitzelt der Fehler
schon. Mich kitzeln meine Erwartungen, sie drängen mich in falsche Richtungen,
ja, ja. Aber nein, nein, ich kann meine
Erwartungen nicht herunter schrauben. Ich bin nicht eine von diesen Mädchen,
denen alles Recht ist, die allen Absolution schenken, egal, wie schlimm die
Taten waren. Ich verzeihe, ich liebe, ich glaube, aus vollstem Herzen. Und genauso
will ich es auch von anderen.
Mehr kann ich nicht erwarten und
weniger will ich nicht erwarten.
Und es geht, ich hab es schon
gesehen, ich sehe es jeden tag und spüre, wie die Menschen um mich herum in
ihrem Glück baden.
Nur mir... – Als fehlte mir das
wichtigste Utensil, als wäre ich ohne Badeanzug in die Schwimmhalle gekommen.
Nur wird es immer schwerer, den
Kopf aufrecht zu halten, mit gestraften Schultern durch die Straßen zu gehen
und zu wissen – du bist es nicht, weil du es nicht sein willst, weil du dich
nicht traust, anderen Wegen Beachtung zu schenken. Du hast uns aufgegeben. Ohne
überhaupt an uns zu glauben.
Dabei bist du so rational, dass
ich nur mit erfrorenem Gesicht dir gegenüber sitzend in deine Augen schauen
kann und mich frage, ja mich immer wieder frage – wie nur soll ich das wieder
ertragen?
Ich kann nicht mehr, denke ich
und ziehe weiter. Ich versuche dich hinter mir zu lassen.
Aber dann – in einer stillen
Stunde weiß ich doch:
Ich habe dich im Gepäck. Und ich
kann nichts dagegen tun.
Warum, frage ich – kann ich dich
nicht zurücklassen? Ist unsere Geschichte noch nicht zu Ende? Bist du mit mir
noch nicht fertig?
Was lerne ich aus dir? –
Egoismus, Selbstgefälligkeit und Stolz? Lerne ich von dir, wie ich mich
abgrenzen kann?
Ist es das?
Bist du nicht Stein, sondern
Stock, der mir hilft durchs Leben zu gehen, weil du mich lehrst, Abstand zu
gewinnen, nicht so tief einzusteigen – Abschalten? Vergessen?
Jetzt, wo ich mich für einen
Lebensweg entscheiden will, merke ich in einem so heiß ersehnten Praktikum, wie
wenig Befriedigung es mir gibt. Und dann sehe ich durch das Praktikum, durch
dich, wie leicht es Menschen fällt, sich abzugrenzen und Dingen den Rücken zu
kehren, objektiver zu sein. Ich sehe, wie wichtig eine Unterscheidung von Herz
und Kopf und deren Trennung sein kann. Wie es alles Überleben sichert.
Bist du dafür gekommen?
Du schulst mich.
Ihr schult mich immer. Aber
vielleicht bist du der letzte Stein, der gefehlt hat um mich für einen Weg zu
entscheiden, für ein Leben, für ein Ich.
Vielleicht.
Und trotzdem, fehlst du mir,
fehlst du mir mit jeder Phaser. Und vielleicht ist es das, was mich jede Zelle
meines Körpers spüren lässt. Du.
Ich vermisse Sehnsucht ohne
Zweifel.
Du und ich. Wie immer –
unfinished Business.
24.06.12
Um zu vertrauen musst du
lernen, wie man wieder liebt.
Um zu lieben musst du erfahren, wie man sich selbst vergibt.
Komm zurück, denk ich. Versuch
noch einmal mit mir dein Glück.
Ich steige aus und bin halb
erfroren. Die letzten Sonnenstrahlen sind schon längst hinter den Hügeln
verschwunden, es scheint, als wären sie fast ein wenig hinter mir geblieben.
Ich zähle die Stufen, bis zum
Ende – 37 Stück. Und jede einzelne lässt mir die Glieder schwer werden.
Ich atme deinen Duft ein, auch,
wenn du so viele Kilometer von mir weg bist.
Jetzt weiß ich, dass es nicht nur
die räumliche Entfernung war, die uns trennte.
Aber ja, ich hoffte, hoffe, dass
irgendwo eine winzige Hintertür mir den Weg zu dir eröffnet. Wunder geschehen
ja ab und an. Irgendwo.
Alles typische, alles altbewährt
und so vertraut, baut sich vor mir auf. Das Geländer trägt noch meine
Fingerabdrücke von vor ein paar Tagen, die Stufen halten meinen Spuren stand
und ich kenne jeden Spatz, der hier herumfliegt.
Ich laufe in Gedanken den Weg zu
dir, vorbei an den parkenden Autos, vorbei an den Schildern, die einem
verbieten hier und dort zu parken und ich sehe die Müllcontainer dort stehen,
wo eigentlich Autos sein sollten und höre deine Stimme: „ Warum man dort einen
Container hinstellt, obwohl die Straßen ja doch sowieso schon so überfüllt
sind.“
In Gedanken stehe ich vor deinem
Haus und schaue zu dir hinauf.
Sie säuselt mir schwermütig ums
Herz.
Unser erstes Telefonat hat mich
damals nicht begeistert. In diesen ersten Augenblicken mochte ich deine Stimme
nicht. Ich mochte nicht, wie du am Ende die Wörter immer höher betontest, als
sie eigentlich betont werden müssten. Und ich mag deinen Dialekt eigentlich
auch nicht und ich mochte nicht, wie du mich gleich zu Anfang korrigiertest,
dass es eben Dialekt und nicht Akzent hieße.
Aber ich mochte deinen Charme,
der sich sogar durch dieses altmodische Telefon bis zu mir durch die Kabel
transportieren ließ. Ich hing an deinen Lippen, an dem, was sie sagten und
nicht wie. Du hast so viel in mir verändert.
Deine resolute Art hing schon
damals zwischen den Worten. Für dich gab es nur ganz oder gar nicht.
Und heute – heute widersprichst
du dir – mal schwarz, mal weiß, mal mit Schatten.
Deinen Überzeugungen schenkte
ich Glauben, ich war begeistert von soviel prinzipieller Lebensart, dass es
mich fast ein wenig erschreckte, wie ähnlich wir uns waren. Doch du bist ein
Kopfmensch, und ich vertraue auf mein Herz.
In deiner Stimme lag schon immer
mehr Begeisterung als du zugeben wolltest.
Du sagst oft Dinge, die
Situationen nicht so dramatisch machen sollen, wie sie für dich eigentlich sind.
Vieles stört, aber „ ach, eigentlich ist alles gut“ – oder „ So schlimm ist
auch nicht.“
Und dabei, dabei hatten deine Gefühle immer mehr Gewicht
in deinen Entscheidungen als du dir selbst eingestehen wolltest.
Ich vermisse das. Dir das Gefühl
geben zu können, dass deine Gedanken und Gefühle ihrer eigenen Intensität
folgen können. Hier gibt es kein „zu viel“ oder „zu wenig“, hier bist es du,
der spricht.
Nur zulassen kannst du es nicht.
Und ich habe das ungute Gefühl, dass du daran zerbrichst.
Aber – deine Stimme, deine
Stimme war immer beherrscht.
Ich habe das sehr gern gehört.
Und manchmal, wenn du mich mit scherzhaftem Gekicher wieder auf deine
Seite gezogen hast, konnte ich nicht
anders als immer mehr in ihr einzutauchen.
Und am Ende war es mir egal, wie
du dich anhörtest, am Ende zählte nur, dass du mir ein paar Worte geschenkt
hast.
Aber zwischen uns ist Raum, so
unendlich viel Raum.
Also laufe ich, laufe weiter und
versuche dich immer noch zu finden.
Denn die wenigen Worte, die
zwischen uns nun noch hin und her geschickt werden, erhalte ich tonlos und ohne
Gesicht.
Zwischen den Buchstaben liegt so
viel Ungesagtes, dass ich dich eigentlich nicht verstehe und nicht weiß was du
willst.
Ich kann dich nicht abholen. Vor
allem deswegen, weil ja du, du mich hinausgeworfen hast. Ich bin nicht mehr
Träger deiner Zweifel und kann sie dir nicht nehmen; ich verfolge deine Augen
nicht um die Fehler zu finden und ich fühle nicht, wie erregt du sprichst.
Ist es Eifersucht? Ist es
Zuneigung? Kann man beides trennen?
Ist es nur eine altbekannte
Reaktion?
Du fühlst nichts, bist taub für
mich und deine Umgebung und dir geht es dabei besser als mir.
Nun lerne ich, ohne dich
auszukommen.
Und das Witzige dabei ist ja,
dass du im Grunde noch nicht einmal so lang in meinem Leben warst als das es
überhaupt ein Problem darstellen könnte dich hinaus zu schubsen.
Wir haben wenig, was uns
verbindet, die Erinnerungen sind zart und die Gefühle dünn gesponnen. Das
kleine Gitter, das du um mein Leben gezogen hast ist fein gewebt und es bedarf
wohl nur einem Luftzug, das es in sich zusammen fällt.
Ich hoffe.
Aber mein Herz rast, wenn ich an
dich denke, wenn ich deinen Namen auf meinem Display aufleuchten sehe und deine
ersten Worte durch den Hörer kommen.
Ich hänge an ihnen, ich hänge an
dir.
Meine Flosse ist noch nicht
stark genug, um von dir davon zu schwimmen.
10.07.2012
Ich muss mich abschminken.
Retrobeziehungen funktionieren
nicht. Das ist der kalte Kaffee über den alle schimpfen.
Ich wollte das nicht glauben. Vielleicht auch, weil ich keinen Kaffee mag. Und ich nie verstanden habe, wieso man den
nicht kalt auch mögen kann.
Aber Kaffee kippt um. Und
genauso ist das mit Beziehungen, die man zu lange draußen stehen lässt.
Sie werden schlecht.
Es reicht ein
einzelnes Wort. Ein einziger Geruch, der einen streift, wenn man nicht damit
rechnet. Ein schwarzes Kleid aus Spitze, welche einem in die Hände fällt oder
ein verblichenes Bild hinter dem Schreibtisch.
Nur ein einziges prägnantes Geräusch und wir zucken zusammen. Ein noch so
kleiner Moment. Und sie sind wieder da. Erinnerungen.
Wir misten alle 3 Monate unsere Schränke und Ankleidezimmer aus, schmeißen weg,
sortieren neu. Und was am Ende auf dem Müll oder bei Ebay landet ist ganz
einfach: Aus den Augen - aus dem Sinn.
Warum tun wir es nicht genau so mit unseren Verflossenen Freundschaften,
Affären und großen Lieben? Warum horten wir unsere Gefühle und Ängste wie alte
Polaroids in großen Boxen und holen sie immer dann heraus, wenn wir uns einsam
fühlen?
Sind wir - Emotionsmessies?
Um 06.00 Uhr früh nach einer unruhigen Nacht mit noch unruhigerem Schlaf kam
mir ein Gedanke: Was wenn wir nur deshalb an schmerzhaften Ängsten und maternden
Zweifeln festhielten, es uns so schwer machten neu anzufangen, neu zu
vertrauen, es nochmal zu wagen, weil wir sie wie Geister der Vergangenheit in
Kisten und Boxen unter dem Bett einsperrten?
Ich bin bereit für
eine neue Frisur mit Nagelschere. Noch
zwei Sehnsuchtsphasen.
Menschen wünschen
sich ständig einen neuen Anfang. Ein leeres Blatt, eine weiße Weste, eine
komplett neue Chance. Alles hinter sich lassen.
Es nochmal ganz anders machen, besser machen, endlich richtig machen.
Prioritäten neu ordnen. Von vorne beginnen.
Die Wahrheit ist, dass die meisten von uns, diese Chance am Ende fürchten oder
einfach ignorieren.
Die Wahrheit ist, dass ein neuer Anfang immer Leere bedeutet - allein sein.
Ein neuer Anfang kostet Mut, Kraft und Rückgrat.
Er bedeutet aufzugeben, zurückzulassen und weiterzugehen, das Unverständnis
durchzustehen. Die Vorwürfe. Die Kritik. Bewusst.
Am Ende flüchten wir uns zurück in eine alte Freundschaft, wenn wir die andere
hinter uns zu lassen glauben.
Wir rufen den Menschen an, der uns das letzte Mal das Herz gebrochen hat, um
den zu ersetzen, der es dieses Mal getan hat.
Wir geben auf halber Strecke auf, laufen zurück, mit der Rechtfertigung, dass
es uns doch eigentlich gut ging. Dass nicht alles schlecht war. Dass dieser
"neue Anfang" vielleicht eigentlich nur das feige Weglaufen ist - und
wir kämpfen sollten.
Mal wieder.
Die Wahrheit ist, dass wirklich nicht alles schlecht war.
Aber die Wahrheit ist, dass es mir nicht gut ging.
Die Wahrheit ist, dass ich nicht weggelaufen bin - ich bin gegangen.
Und ich will nicht mehr einer von uns sein.
Ich will ich sein.
Jetzt bin ich hier. Mit meinem weißen Blatt.
Allein.
Ich muss nur noch herausfinden, was ich damit anfange.
Ich mag diese Ruhe
hier.
Bei dir.
Dass ich mit dir einfach nur schweigen kann.
Irgendwann anfange zu reden und mich in deine Hände begebe.
Ich liebe, wie sehr du mich kennst, fängst, richtest und festhältst.
Ohne zu bedrängen, ohne zu verlieren oder zu vergessen.
Bei dir ist zu Hause.
Ich mag die Ruhe, die du in mir auslöst, wenn ich deine Nähe spüre.
Wenn ich weiß, dass du bleibst. Obwohl noch niemand je geblieben ist.
Ein Blick, eine Berührung, ein Moment mit dir - und ich habe keine Angst, dich
in meine Karten schauen zu lassen.
Bei dir - kann mein zu Hause sein.