ich möchte mit dir durchs Gras streifen. ich will sehen, wie deine Zehen die kleinen, zarten Halme umknicken, wie du Spuren hinterlässt, neben mir, vor mir, hinter mir. Deine Füße tragen uns durch die Zeiten bis alles wieder gut wird.Es ist grün, vielleicht glitzert es noch in der Sonne, ihm steht der Morgentau genauso gut wie dir der Schlaf zwischen den Lidern. Wenn deine Lippen leicht geöffnet die Träume wegpusten, sehne ich mich zwischen deine Arme, ganz nah. Und ich möchte deinen Herzschlag hören, während meine Haare dir die Brust kitzeln.
Dich sehen, dein Gesicht gegen die Sonne gedreht, sodass mich dein Lächeln umwirft. Ich will dir durch die felder folgen, mit nassen Füßen, mit dreckigen Hosen und wunden Händen. So wild, dass mir die Augen vor Glück weh tun. Ich will mit dir tanzen, in der Sonne oder im Regen und dann verschwitzt in die Kissen sinken.
So viel und noch mehr und dann doch nur - dich hier bei mir. Ein bisschen näher, ein bisschen tiefer.
Kein Herzschmerz, kein Herzflimmern, nur du flimmerst auf meiner Haut, du perlst in wüster Kugeligkeit an mir herunter, deine Stürmen entzückt und erschreckt mich gleichermaßen. Ich gehe Wege, die ich nie gegangen bin. Wahrscheinlcih faszinierst du mich nur deswegen. Das Neue, das Aufregende, es kitzelt und zwickt, es hält mich wach. Das Herz, es rast nicht, es pochert leise in seiner Hülle, sodass ich ...
Weißt du, wonach der Sommer schmeckt? Er schmeckt nach frischem Pfefferminz, er schmeckt nach prickelndem Sekt im Bauchnabel und gebleichtem Haar. Der Sommer streift dich wie ein seidenes Tuch und dann reißt er dich wieder mit, wie ein Wirbelsturm aus Farben und Konfetti.
Und ich sehe dich mit mir im Konfettiregen tanzen. Dich lächeln sehen.
Und dann dich nackt, nackt über mir, mit dem Kopf auf meiner Brust, wenn du dich entkräftet fallen lässt. Deine Muskeln, dein freches Grinsen, diese verführerischen kleinen Hände. Wie ich das gerne wieder sehen würde. Und keine Angst, mein Herz bleibt hier.
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Ganzes Glück. So vergänglich wie die Nächte sind auch wir, wir die nach mehr suchen als dem ganzen Kuchen. Wir wollen die Welt erobern, ohne dabei in uns selbst genug zu finden. Die Flügel immer ein Wink zu weit ausgebreitet, in der Hoffnung, dass der Wind uns davon trägt. Immer mehr, als wir tragen können.
Und so breit deine Schultern auch scheinen, ich finde darauf keinen Platz.
Ich hole meinen Kopf in die Realität zurück, wenngleich mir die Gedanken voller verführerischer Wolken hängen.
Dich zu halten, dafür fehlt mir der Mut.
Ich weiß, ich müsste mutiger sein, doch der Enttäuschung liebstes Kind ist mir diese heimischer als jede Zuversicht. Ich wünschte, in deinen Worten fände ich nicht so viele Zweifel.
Ich würde, ich hätte, ich wünschte. Trügerische Worte, trügerisches Herz.
Wie die Worte mich immer ein paar Augenblicke zu spät zu finden scheinen. Und während mir die Sonne die Sicht versperrt, schüttelst du alle Berührungen ab und verschwindest in der Ferne.
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