Sonntag, 30. September 2012

Himmel.

Nicht viel im Leben nimmt mir die Worte.

Aber manchmal. Die Liebe.
Sie lässt mich dann ganz starr werden und ich werde sprachlos. Sie kommt oft in solch unberechenbaren Wellen, dass ich ihrer kaum Herr werde. Doch gerade diese Liebe ist es, die mich am Morgen noch einen Augenblick länger liegen lässt. In ihr versunken kann ich alles vergessen, sie macht, dass ich mich gleichzeitig so lebendig wie nie und doch so - überwältigt - fühle. Ich spüre jede Faser meines Körpers und kann doch nichts davon greifen.
In dieser Liebe zu lieben ist gleichzeitig so wunderbar und erschreckend und bis zu letzt, weiß ich nicht, welches dieser Gefühle übermannt.



Über dich werde ich kein Wort mehr schreiben.
Meine Worte bist du nicht wert. Das weiß ich jetzt. Ich redete zu viel über dich, du nahmst soviel Raum in mir ein, dass du mich fast erdrückt hättest.
Aber heute - heute spüre ich, dass die Zeit, dir wir miteinander hatten, das schlimme Ende nicht mehr aufwiegen könnte.
Ich habe dich nicht verdient. Und das weiß ich jetzt.
Ich habe mehr verdient als das, was du mir geben konntest.
Und auch das, weiß ich jetzt.

Ich habe manchmal Angst, zu idealisieren. Bist du Prinz oder Frosch? Dabei weiß ich, dass es zwischen weiß und schwarz so viel zu erleben gibt.
Und, du vielleicht in deiner Art gut warst, aber es gab auch Augenblicke in denen ich nichts gutes fand.
Und nun denke ich - sind das Worte der Verbitterung, der erfahrenen Zurückweisung?
Diese Frage werde ich wohl niemals beantworten können, weil es ein Gefühl ist, das ich habe, das sich entwickelt und plötzlich aufpoppt.
Wie eine SMS.
Erhofft, erwartet.


Freitag, 21. September 2012

Herzmenschen.


Ich legte meinen Kopf
 zwischen die Sterne
 und fiel und fiel und fiel
 in die Nacht.
 

Hör auf dein Herz

".. und wenn sich dann viele verschiedene Wege vor dir auftun werden und du nicht weißt, welchen du einschlagen sollst, dann überlasse es nicht dem Zufall, sondern setz dich und warte. Atme so tief und vertrauensvoll, wie du an dem tag geatmet hast, als du auf die Welt kamst, lass dich von nichts ablenken, warte, warte noch. Lausche still und schweigend auf dein Herz. Wenn es dann zu dir spricht, steh auf und geh, wohin es dich trägt. "


Liebe, vor allem wenn sie sich echt nennt, hat immer so etwas Tragisches an sich haften. Vielleicht ist es der Kitsch mancher Augenblicke, der im Kopf nach einer gewissen Tragik verlangt. Warum liegen Schmerz und Ekstase so nahe beieinander? Genauso verhält es sich mit dem jauchzenden Glück und der zerschmetternden Niedergeschlagenheit. Ein Fiasko im Herzen, im Kopf, im Menschen. 
Diese Zeiten, wenn die farbigen Blätter wieder auf der Straße liegen, verursachen ähnliche Gefühle. Die Schuhsohlen absichtlich kaum anhebend laufe ich durch die Straßen und lasse die Blätter aufwirbeln, die so schön sind, dass ich sie alle am liebsten sorgsam aufheben und einrahmen würde, aufhängen oder ganze Blättermeere produzieren in unserem Wohnzimmer. Ich belasse es dann immer beim Aufwirbeln und werde ganz melancholisch ob so viel Vergänglichkeit und diesem leisen, sanften, herbstlichen Sterben.
Wohin nur mit so vielen Gefühlen, die manchmal notgedrungen ins Negative ausbrechen, weil sie sonst überschäumen würden und die Rationalität, die uns manchmal abverlangt wird, völlig erdrücken würden? 
Ist das der Mensch? Ist es das, was ihn ausmacht? Wie schaffst du es, manchmal so kühl zu bleiben? Speicherst du alles in dir drin? Wo geht diese Energie hin? Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass sie nicht vorhanden ist. 
Fühlst du das manchmal? Die Liebe, die dir tatsächlich Flügel verleiht und du ein Strahlen selbst dann nicht ausradieren könntest, wenn du es wolltest? Die Traurigkeit, die dich lähmt und unfähig macht, auch nur einen weiteren Schritt zu tun, ohne in Tränen auszubrechen? Die Angst, die dich fesselt und der du nicht entfliehen kannst? Die Verzweiflung, die Überhand nimmt, ohne dass du dazu etwas zu sagen hättest? Das Glück, dass dich zum Schreien bewegt, einfach um die Emotion irgendwie raus zulassen, weil sie dich sonst sprengen würde? 


Ist es vielleicht das, was dich manchmal zweifeln lässt? Es ist die Natur der Sache, dass man eher an der Liebe zweifelt, als an der Fähigkeit, Glück oder Leid so intensiv zu empfinden, wie wir es von der Liebe fast automatisch erwarten.

Mittwoch, 19. September 2012

3. Oktober.

Ich muss mich noch einmal in dein Postfach schummeln.
Nicht, weil mich die Sehnsucht treibt, nicht mehr. Sondern vielmehr, weil.. Ja, warum nur?
Ich habe oft an dich gedacht. Vielleicht, weil mich meine Wege an deinen Spuren vorbeikommen ließen, vielleicht, weil ich an dem ein oder anderen Ort deine Worte im Ohr hatte.
Es ist die Zeit. LIebe geht durch alle Zeiten.
Ich mache mit meinen Jahren die gleichen Entwicklungen, die du damals gemacht hast. Ich erkenne ähnliche Affinitäten und schmecke gleiche Abneigungen. Es ist zum Verrückt werden, wie meine Wahrnehmung noch immer mithilfe meines Marcus-Filters selektiert. Aber ich werde dich nicht los, merkst du das? Und, heute, ist es ein wunderbares Gefühl. Heute schmerzen deine Buchstaben auf meiner Zunge nicht mehr, heute empfinde ich nur ein undefinierbares Wohlsein. Ich habe gelernt dich als Teil meines Lebens zu sehen und aufgehört dich vergessen zu wollen.
Wie könnte ich dich auch vergessen, wenn jeder meiner Entscheidungen doch deine Handschrift trägt?
Es ist gut, dir das zu sagen, ich wäre ohnehin nicht umhin gekommen, an diesem Tag nicht an dich zu denken. Es ist ja schon fast eine Tradition diesen Tag in nostalgischer Schwärmerei bei irgendeinem Umzug abends auf dem Balkon zu verbringen.  Diesmal ist es mein eigener - wieder einmal. Wieder eine neue Stadt, einen Bündel neuer Menschen, fremde Gesichter, bekannte Geschichten, die selben Einfältigkeiten.
Dieses Mal ist es nicht Frankfurt, ist es nicht Berlin, ist es keine große Firma, die mich lockt, keine Klinik, die ruft, niemand der mich braucht. Es ist das Studium, das zu Ende gehen wird. Ja, ich weiß, was du denkst - der Umbruch, und das Herz wird schwer. Immer zum Umbruch klingle ich an deiner Tür.
Doch diesmal ist es nicht, weil ich dich vermisse. Natürlich, ich habe dich im Gepäck, ganz gleich, wohin ich reise. Langsam schaffe ich es, gebührenden Abstand zu halten.
Die Verletzung ist überstanden. Ich genieße die Gedanken an die Vergangenheit, weil ich heute nicht mehr durch sie gebremst sondern von ihr getragen werde. Ich wachse über mich hinaus an Orten, die ich nie gewagt habe zu bereisen. McKinsey, PwC, nenn mir einen Namen, in jedem steckt ein wenig du. Selbst in den Städten sehe ich dein Gesicht.
Ich weiß nicht wo du steckst, ob du nur ein paar Flure weiter von mir vor dich hin arbeitest oder weitergezogen bist. Es ist nicht wichtig.
Ich hoffe, es geht dir gut, ich hoffe, du hast mich noch im Herzen.
Der Tag schreibt unsere Geschichte, aber ich habe gelernt, dass ich meine Zukunft nur mit meiner eigenen Feder schreiben kann.


Alte Menschen.

Ich mache mir keine Gedanken mehr um dich.

Im Grunde.

Aber ein paar Zeilen bekommst du doch.

Viele Tage habe ich dich freundschaftlich und von Herzen durch die Zeit getragen. Gestützt, geherzt und getröstet. Ganz gleich, was du verlangt hast.
Nur manchmal, ist "alles" wohl einfach nicht genug. Ich genüge dir und deinen Menschen nicht, um Teil deines Lebens zu sein.

Das Gute daran ist - ich muss es nicht.
Es ist nicht lange her, dass du mir einmal sagtest, ich sei anders. So anders, als all die Menschen um dich herum.
Damals krochen diese Worte wie kalte Schauer über meinen Körper. Anders sein war nicht das, was ich eigentlich wollte.
Heute aber weiß ich, dass ich es bin - so anders. Ich, in meiner ganzen undurchdringbaren Facettenwelt, räume euch keinen Platz mehr ein.
Die Zeiten sind vorbei, schon so lang vorbei, dass ich mir von euch vordogtrieren lasse, wie mein Leben zu laufen hat.
Ich verlor Lieben und Leben an euch, ich vergeudete Zeit und erhielt nur Schmerz.
Es fehlt nicht mehr fiel und es wird kein einziges bisschen mehr weh tun, euch nicht um mich herum zu haben.
Der Stolz, der Drang dazugehören zu wollen und von allen gemocht zu werden, ist so klein, dass ich dich fast nicht mehr spüre.
Ich fühle mich frei.

Frei von allem, was dich umgibt.

Und ich glaube, es war richtig diesen Fehler noch einmal zu begehen, dich und diese Welt zurück in mein Leben zu holen, denn nun weiß ich - ich bin stark genug auch das zu überstehen.

Donnerstag, 13. September 2012

Hin und weg.






Sehnsucht. Das war schon immer ein seltsames Gefühl. Sehr deutlich und gleichzeitig sehr unbestimmt.




Ich überlege dich hin, und trage dich weg.

Du bist wie eine schlecht sitzende Jeans, in die man sich aber im Laden verliebt hat.

Ich habe dich eingekauft und nun, nun liegst du im Schrank und ich probiere dich jeden Tag an, mal am Morgen, mal abends, in der Hoffnung, dass ich irgendwann besser zu dir passe. Doch jedes Mal, ja, jedes verdammte Mal, passt du nicht. Und ich nicht zu dir.

Dass du keine Hose bist, weiß ich. Und trotzdem wird es nicht besser. Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Du liegst bei mir, und im Grunde am Herzen. Ich weiß nicht vor. Es gibt kein Zurück. Kein Zurück zu dir, zu mir, zu einem kleinen zarten vergangenen uns. Es macht mir Angst. Eine Angst, die ich nicht kenne, weißt du? Ich kann nicht erklären, wieso ich dich immernoch hier mit mir herumtrage.

Doch eigentlich.

Eigentlich ist es ganz einfach. Ich hänge an dir, wie ein Kaugummi manchmal unter einem Schuh hängt.

Und, wenn ich versuche mich zu lösen, holst du mich durch einen kleinen Satz, eine winzige Frage wieder ins Boot. Das machst du gar nicht mal mit Absicht.

Und so, bin ich auch schon angekommen, bei dem, was ich solang vor mir hergeschoben habe.

Seit Tagen, nein, seit Wochen, nein, eigentlich, seit Anfang an, möchte ich meine eigene Antwort nicht hören und versuche mich in Ausflüchten und Stark sein. Meist gelingt mir das ganz gut, aber du, du machst mich schwach.

Heute konnte ich mich nicht mehr an dein Gesicht erinnern. Ich weiß nicht mehr, wie du aussiehst, wenn du lächelst, ich weiß nicht, was du machst, wenn du böse bist. Deine Augen tanzen durch meinen Kopf, aber ich kann sie nicht greifen. Du gehst.

Und bevor ich anfange, mich noch weiter in mir und meinen Gedanken zu verlieren, einem Gefühl hinterherjagend, dass du mir nicht mehr geben willst, von einem Leben schwärmend, das du nicht führen willst, muss ich aufhören, nach dir zu suchen.

Ich hatte gehofft, du machst es mir einfacher, gerade weil wir alle guten Abgänge geprobt und aufgeführt haben. Das Ende war so perfekt und endgültig, dass ich mich selbst wundere, wieso ich dich nicht vergessen kann.

Aber das Herz tut ja bekanntlich, was es will.

Wir haben wenig, was uns verbindet, die Erinnerungen sind zart und die Gefühle dünn gesponnen. Das kleine Gitter, das du um mein Leben gezogen hast ist fein gewebt und es bedarf wohl nur einem Luftzug, das es in sich zusammen fällt.

Du bist wie ein feiner Lichtstrahl auf der Bettdecke am Morgen. Nichts wahres, und so ungreifbar. Und doch, und doch.

Es tut mir leid, wirklich, es tut mir leid, nicht genug gewesen zu sein.

Und ich weiß nicht, wie man sich in solch einer Situation verhalten muss. Ich weiß nicht, ob dich gehen lassen oder dich zurückholen die bessere Wahl ist. Was davon dich zu mir bringt. Denn eines weiß ich, und das ist es wohl, was ich eigentlich nicht wollte - ich hätte dich gern zurück. Mit Haut und Haaren und allem drum und dran.

Daraus entwächst eine Schwere, die ich nun mit mir herumtrage.

Denn - und das ist mir nun klar geworden - ich ertrage es nicht mehr. Ich ertrage dich nicht mehr in meinem Leben ohne dich wirklich zu sehen, ohne dich anfassen zu können. Und ich ertrage es nicht, zu wissen, dass es andere Mädchen gibt. Ich dachte, ich wär soweit, ich dachte, ich könnte mich für dich freuen, dich abhaken und ablegen. Ich versuche dich ja hinter mir zu lassen.

Aber dann – in einer stillen Stunde weiß ich doch:
Ich habe dich im Gepäck. Und ich kann nichts dagegen tun.

Deswegen werde ich nun anfangen mich zu reparieren. Es tut mir leid.

Du bist ein toller Mann, weißt du das? Ich weiß nicht, ob man dir das einmal gesagt hat. Ich glaube, du hörst oft, dass man dich nicht verstünde, dass du anders wärst und du mit deinen Prinzipien Chancen verpasst.
Was lerne ich aus dir? – Egoismus, Selbstgefälligkeit und Stolz? Lerne ich von dir, wie ich mich abgrenzen kann?


Ist es das?


Bist du nicht Stein, sondern Stock, der mir hilft durchs Leben zu gehen, weil du mich lehrst, Abstand zu gewinnen, nicht so tief einzusteigen – Abschalten? Vergessen?
Jetzt, wo ich mich für einen Lebensweg entscheiden will, merke ich in einem so heiß ersehnten Praktikum, wie wenig Befriedigung er mir gibt. Und dann sehe ich durch das Praktikum, durch dich, wie leicht es Menschen fällt, sich abzugrenzen und Dingen den Rücken zu kehren, objektiver zu sein. Ich sehe, wie wichtig eine Unterscheidung von Herz und Kopf und deren Trennung sein kann. Wie es alles Überleben sichert.


Bist du dafür gekommen?


Du schulst mich.


Sie schulen mich immer. Aber vielleicht bist du der letzte Stein, der gefehlt hat um mich für einen Weg zu entscheiden, für ein Leben, für ein Ich.

Ich glaube, dass meine Sehnsucht nach deiner Hand Bestätigung für dich ist. Und das ist gut, auch du brauchst etwas Bestätigung, wahre und ehrliche. Fühl dich gut dadurch; ich habe so viele Worte damit verbracht, um zu beschreiben, wie viel du für mich bist und das bist du, weil du der bist, der du bist.



Und trotzdem, fehlst du mir, fehlst du mir mit jeder Faser. Und vielleicht ist es das, was mich jede Zelle meines Körpers spüren lässt. Du.


Ich vermisse Sehnsucht ohne Zweifel.

Ich lass dich nicht gern gehen.





In meinem Leben aber ist kein Platz für deinen Pärchenurlaub.

Freitag, 20. Juli 2012

Die Zeit heilt überhaupt nichts, wenn man sich nichtmal entscheiden kann.


Viel Gepäck bringe ich mit. Doch ich merke immer mehr, wie dir deines im Wege steht.
Du spürst das nicht und tust es ab. Du seist eben so. Und es hat alles nichts bedeutet.
Ich habe dich gern, und ich habe dich noch viel lieber – denke ich.
Du bringst mich an meine Grenzen mit deiner Sturheit, mit deiner Uneinsichtigkeit, mit deinem Bohren, aber dann zurückziehen. Das macht mich verrückt. Aber heute, heute hast du mich nicht in der Hand, heute nehme ich die guten Dinge mit in die Nacht, schlafe mit einem schwerelosen Gefühl ein.
Es muss endlich anders werden.
Keiner weiß das so gut wie ich.

Dienstag, 10. Juli 2012

Musik.


Hoch die Köpfe.


Reise – Hin und Zurück und zu dir. Und zu mir.

Sehnsucht. Das war schon immer ein seltsames Gefühl. Sehr deutlich und gleichzeitig sehr unbestimmt. Und wenn er dann draußen, draußen, draußen in der Natur war, dann war eigentlich immer alles Sehnsucht und alles verschwand und blieb.
Manche Dinge sind einfach für immer, oder wenigstens_ fühlt es sich so an.


"Nothing has turned out as we expected! It never does.
Life's under no obligation to give us what we expect.


In French, you don’t really say “I miss you.” You say “tu me manques,” which is closer to “you are missing from me.”
I love that. “You are missing from me.” You are a part of me, you are essential to my being. You are like a limb, or an organ, or blood. I cannot function without you.

Im Zug – 22.06.12
Meine Reise rund um mich und die Welt.
Schon nach den ersten Stunden bin ich auf der Suche nach einer Hintertür, doch nichts ist zu machen. Ich muss da wohl durch. Ich darf die mir sorgsam in den Weg gelegten Steine mühselig an den Rand stapeln und dabei aufpassen, mir nicht die Hände zu verbrennen, äh – einzuklemmen.
Die kleinsten Details werden zu unüberbrückbaren Hürden, ich verliere mich so schnell in ihnen, dass ich kaum noch hinterher komme. Aber, und so wird es wohl laufen, muss ich auch da durch.
Über allem jedoch schwebt die Suche nach dem Nutzen. Ich wäge ab – selbst die Hindernisse wäge ich ab –  „ist dieser Stein der Aufwand wert?“
Ich bin zu weit gegangen um mich jetzt zu verlieren. Ich finde mich gerade und sehe viel, wohin es mich treiben kann, aber ich muss es wollen – muss die Hindernisse haben wollen, weil ich dahinter Entwicklung sehe, weil mir danach Chancen eröffnet werden – ich besser leben und größer werden kann.
Nur im Moment, im Moment ist da nicht viel. Es macht mir Angst zu sehen, dass dort eine Dunkelheit herrscht, die mir nicht einen kindlichen Übermut schenkt oder vor Aufregung schwitzende Hände. Nein, es ist Angst – Angst einen Fehler zu machen, den ich bitterlich bereuen werde.
Und ich weiß, dass ich das nicht tun möchte. Ich möchte keinen Fehler machen, also mache ich mir jeden Schritt bewusst, den ich gehe – ich hinterfrage meine Entscheidung und halte ihr detektivistisch die Schreibtischlampe ins Gesicht.
Mein Herz rast, wenn ich abends im Bett liege. Alles riecht nach Erneuerung, alles glüht vor Erwartung, doch ich kann nur grübeln, kann nur immerzu abwägen und komme zu jeder Zeit zum gleichen Ergebnis – es lohnt (noch) nicht.
Meine Hoffnungen trüben sich.
Ich hatte solch hohe Erwartungen. Das Bewusstsein, dass Erwartungen niemals zu hoch sein sollten um selbige nicht enttäuscht werden zu sehen, kenne ich – lebe ich. Doch wo wenn nicht hier? Wann, wenn nicht jetzt? Jetzt, wo alle Türen aufgestoßen werden? Ich das Leben vor mir habe und nichts mich aufhalten kann?
In einem der besten Beratungen sitzend merke ich, wie viel ich kann.
Ich merke, was ich mitbringe, was in mir steckt, wofür ich geschaffen bin.
Und ich bin für mehr bereit, als ich zeigen kann.
Ist das nicht abstrus? Da sitzt du jahrelang in der Uni fest, rackerst herum und lernst für Klausuren, deren Ergebnis nur am Durchschnitt vorbeirutscht und dann,  plötzlich und unerwartet sitzt du dort in einem der BIG4 und  hast zwei Wochen lang zeit dich „einzuarbeiten“ in Prozesse, die so fix zu durchschauen sind, dass es mir fast Angst macht.
Übersehe ich etwas? Verkenne ich den Aufwand, die Werthaftigkeit, den an mich gesetzten Anspruch? Ist mir alles zu viel und ich merke es nicht? Bin ich in einer verzerrten Wirklichkeit zu Hause und denke mich zu wenig in meinen Aufgabenbereich hinein? Fehlt mir der detaillierte Blick?
Ich bin wach.
Ich spüre mich.
Tief und schmerzhaft fühle ich jede Zelle meines Körpers. Oh ja, und wie ich mich spüre.
Ich bin mir lang nicht mehr so bewusst gewesen, wie in den letzten Wochen, ja eigentlich Tagen. Ich erlebe die Stunden wie auf einem Trip, der mich jede Gefühlsregung miterleben lässt, es gibt keine Selektion, kein Aussortieren von Unwichtigem. Ich betrachte jeden Winkel im Raum, betrachte alle Ecken und merke – da ist nichts, was mich halten kann.
Kann mir jemand verdenken, dass ich das alles nicht kampflos aufgeben will?
Dass ich aber müde bin – müde mich zu opfern für Dinge, dessen Sinnhaftigkeit sich noch immer nicht erschließt?
Ich sehe, wie das Schicksal mir stets einen Strich durch die Rechnung macht. Ich kann zu gucken, wie ich Entscheidungen treffe, die mich immer wieder zu einem Ort führen, der mir bis vor kurzem unbekannt war.
Zu Dir.
Natürlich.
Ohne dich geht es nicht. Es gibt immer ein „Du“ in meinem Leben, das mich durch die Zeit trägt und mich erzittern lässt – nur so kann ich glauben und gehen.
Ich könnte nichts leichter tun, als mich zu dir zu drehen.
Ich bin mir deiner so unglaublich und schrecklich bewusst, dass ich nicht mehr unterscheiden kann, ob ich es weh tut oder nur intensiv ist.
Die Liebe aber rebelliert. Wie eh und je ist mein Weg beschwerlich. Nicht, dass ich mich nicht auch auf seinen Umwegen wohl fühlte, aber, die Augen zu schließen und sich in Sicherheit fühlen ist ein mir so fremdes Gefühl, dass ich nichts mehr kann, als danach zu streben, es verzweifelt suche und hoffe, so inständig hoffe, dass es mir irgendwann begegnet.
Ja, mich kitzelt der Fehler schon. Mich kitzeln meine Erwartungen, sie drängen mich in falsche Richtungen, ja, ja.  Aber nein, nein, ich kann meine Erwartungen nicht herunter schrauben. Ich bin nicht eine von diesen Mädchen, denen alles Recht ist, die allen Absolution schenken, egal, wie schlimm die Taten waren. Ich verzeihe, ich liebe, ich glaube, aus vollstem Herzen. Und genauso will ich es auch von anderen.
Mehr kann ich nicht erwarten und weniger will ich nicht erwarten.
Und es geht, ich hab es schon gesehen, ich sehe es jeden tag und spüre, wie die Menschen um mich herum in ihrem Glück baden.
Nur mir... – Als fehlte mir das wichtigste Utensil, als wäre ich ohne Badeanzug in die Schwimmhalle gekommen.
Nur wird es immer schwerer, den Kopf aufrecht zu halten, mit gestraften Schultern durch die Straßen zu gehen und zu wissen – du bist es nicht, weil du es nicht sein willst, weil du dich nicht traust, anderen Wegen Beachtung zu schenken. Du hast uns aufgegeben. Ohne überhaupt an uns zu glauben.
Dabei bist du so rational, dass ich nur mit erfrorenem Gesicht dir gegenüber sitzend in deine Augen schauen kann und mich frage, ja mich immer wieder frage – wie nur soll ich das wieder ertragen?
Ich kann nicht mehr, denke ich und ziehe weiter. Ich versuche dich hinter mir zu lassen.
Aber dann – in einer stillen Stunde weiß ich doch:
Ich habe dich im Gepäck. Und ich kann nichts dagegen tun.
Warum, frage ich – kann ich dich nicht zurücklassen? Ist unsere Geschichte noch nicht zu Ende? Bist du mit mir noch nicht fertig?
Was lerne ich aus dir? – Egoismus, Selbstgefälligkeit und Stolz? Lerne ich von dir, wie ich mich abgrenzen kann?
Ist es das?
Bist du nicht Stein, sondern Stock, der mir hilft durchs Leben zu gehen, weil du mich lehrst, Abstand zu gewinnen, nicht so tief einzusteigen – Abschalten? Vergessen?
Jetzt, wo ich mich für einen Lebensweg entscheiden will, merke ich in einem so heiß ersehnten Praktikum, wie wenig Befriedigung es mir gibt. Und dann sehe ich durch das Praktikum, durch dich, wie leicht es Menschen fällt, sich abzugrenzen und Dingen den Rücken zu kehren, objektiver zu sein. Ich sehe, wie wichtig eine Unterscheidung von Herz und Kopf und deren Trennung sein kann. Wie es alles Überleben sichert.
Bist du dafür gekommen?
Du schulst mich.
Ihr schult mich immer. Aber vielleicht bist du der letzte Stein, der gefehlt hat um mich für einen Weg zu entscheiden, für ein Leben, für ein Ich.

Vielleicht.
Und trotzdem, fehlst du mir, fehlst du mir mit jeder Phaser. Und vielleicht ist es das, was mich jede Zelle meines Körpers spüren lässt. Du.
Ich vermisse Sehnsucht ohne Zweifel.

Du und ich. Wie immer – unfinished Business.

24.06.12
Um zu vertrauen musst du lernen, wie man wieder liebt.
Um zu lieben musst du erfahren, wie man sich selbst vergibt.

Komm zurück, denk ich. Versuch noch einmal mit mir dein Glück.
Ich steige aus und bin halb erfroren. Die letzten Sonnenstrahlen sind schon längst hinter den Hügeln verschwunden, es scheint, als wären sie fast ein wenig hinter mir geblieben.
Ich zähle die Stufen, bis zum Ende – 37 Stück. Und jede einzelne lässt mir die Glieder schwer werden.
Ich atme deinen Duft ein, auch, wenn du so viele Kilometer von mir weg bist.
Jetzt weiß ich, dass es nicht nur die räumliche Entfernung war, die uns trennte.
Aber ja, ich hoffte, hoffe, dass irgendwo eine winzige Hintertür mir den Weg zu dir eröffnet. Wunder geschehen ja ab und an. Irgendwo.
Alles typische, alles altbewährt und so vertraut, baut sich vor mir auf. Das Geländer trägt noch meine Fingerabdrücke von vor ein paar Tagen, die Stufen halten meinen Spuren stand und ich kenne jeden Spatz, der hier herumfliegt.
Ich laufe in Gedanken den Weg zu dir, vorbei an den parkenden Autos, vorbei an den Schildern, die einem verbieten hier und dort zu parken und ich sehe die Müllcontainer dort stehen, wo eigentlich Autos sein sollten und höre deine Stimme: „ Warum man dort einen Container hinstellt, obwohl die Straßen ja doch sowieso schon so überfüllt sind.“
In Gedanken stehe ich vor deinem Haus und schaue zu dir hinauf.
Sie säuselt mir schwermütig ums Herz.
Unser erstes Telefonat hat mich damals nicht begeistert. In diesen ersten Augenblicken mochte ich deine Stimme nicht. Ich mochte nicht, wie du am Ende die Wörter immer höher betontest, als sie eigentlich betont werden müssten. Und ich mag deinen Dialekt eigentlich auch nicht und ich mochte nicht, wie du mich gleich zu Anfang korrigiertest, dass es eben Dialekt und nicht Akzent hieße.
Aber ich mochte deinen Charme, der sich sogar durch dieses altmodische Telefon bis zu mir durch die Kabel transportieren ließ. Ich hing an deinen Lippen, an dem, was sie sagten und nicht wie. Du hast so viel in mir verändert.
Deine resolute Art hing schon damals zwischen den Worten. Für dich gab es nur ganz oder gar nicht.
Und heute – heute widersprichst du dir – mal schwarz, mal weiß, mal mit Schatten.
Deinen Überzeugungen schenkte ich Glauben, ich war begeistert von soviel prinzipieller Lebensart, dass es mich fast ein wenig erschreckte, wie ähnlich wir uns waren. Doch du bist ein Kopfmensch, und ich vertraue auf mein Herz.
In deiner Stimme lag schon immer mehr Begeisterung als du zugeben wolltest.
Du sagst oft Dinge, die Situationen nicht so dramatisch machen sollen, wie sie für dich eigentlich sind. Vieles stört, aber „ ach, eigentlich ist alles gut“ – oder „ So schlimm ist auch nicht.“
Und dabei,  dabei hatten deine Gefühle immer mehr Gewicht in deinen Entscheidungen als du dir selbst eingestehen wolltest.
Ich vermisse das. Dir das Gefühl geben zu können, dass deine Gedanken und Gefühle ihrer eigenen Intensität folgen können. Hier gibt es kein „zu viel“ oder „zu wenig“, hier bist es du, der spricht.
Nur zulassen kannst du es nicht. Und ich habe das ungute Gefühl, dass du daran zerbrichst.
Aber – deine Stimme, deine Stimme war immer beherrscht.
Ich habe das sehr gern gehört. Und manchmal, wenn du mich mit scherzhaftem Gekicher wieder auf deine Seite  gezogen hast, konnte ich nicht anders als immer mehr in ihr einzutauchen.
Und am Ende war es mir egal, wie du dich anhörtest, am Ende zählte nur, dass du mir ein paar Worte geschenkt hast.
Aber zwischen uns ist Raum, so unendlich viel Raum.
Also laufe ich, laufe weiter und versuche dich immer noch zu finden.
Denn die wenigen Worte, die zwischen uns nun noch hin und her geschickt werden, erhalte ich tonlos und ohne Gesicht.
Zwischen den Buchstaben liegt so viel Ungesagtes, dass ich dich eigentlich nicht verstehe und nicht weiß was du willst.
Ich kann dich nicht abholen. Vor allem deswegen, weil ja du, du mich hinausgeworfen hast. Ich bin nicht mehr Träger deiner Zweifel und kann sie dir nicht nehmen; ich verfolge deine Augen nicht um die Fehler zu finden und ich fühle nicht, wie erregt du sprichst.
Ist es Eifersucht? Ist es Zuneigung? Kann man beides trennen?
Ist es nur eine altbekannte Reaktion?
Du fühlst nichts, bist taub für mich und deine Umgebung und dir geht es dabei besser als mir.
Nun lerne ich, ohne dich auszukommen.
Und das Witzige dabei ist ja, dass du im Grunde noch nicht einmal so lang in meinem Leben warst als das es überhaupt ein Problem darstellen könnte dich hinaus zu schubsen.
Wir haben wenig, was uns verbindet, die Erinnerungen sind zart und die Gefühle dünn gesponnen. Das kleine Gitter, das du um mein Leben gezogen hast ist fein gewebt und es bedarf wohl nur einem Luftzug, das es in sich zusammen fällt.
Ich hoffe.
Aber mein Herz rast, wenn ich an dich denke, wenn ich deinen Namen auf meinem Display aufleuchten sehe und deine ersten Worte durch den Hörer kommen.
Ich hänge an ihnen, ich hänge an dir.
Meine Flosse ist noch nicht stark genug, um von dir davon zu schwimmen.

10.07.2012
Ich muss mich abschminken.

Retrobeziehungen funktionieren nicht. Das ist der kalte Kaffee über den alle schimpfen.
Ich wollte das nicht glauben. Vielleicht auch, weil ich keinen Kaffee mag.  Und ich nie verstanden habe, wieso man den nicht kalt auch mögen kann.
Aber Kaffee kippt um. Und genauso ist das mit Beziehungen, die man zu lange draußen stehen lässt.
Sie werden schlecht.


Es reicht ein einzelnes Wort. Ein einziger Geruch, der einen streift, wenn man nicht damit rechnet. Ein schwarzes Kleid aus Spitze, welche einem in die Hände fällt oder ein verblichenes Bild hinter dem Schreibtisch.
Nur ein einziges prägnantes Geräusch und wir zucken zusammen. Ein noch so kleiner Moment. Und sie sind wieder da. Erinnerungen.

Wir misten alle 3 Monate unsere Schränke und Ankleidezimmer aus, schmeißen weg, sortieren neu. Und was am Ende auf dem Müll oder bei Ebay landet ist ganz einfach: Aus den Augen - aus dem Sinn.
Warum tun wir es nicht genau so mit unseren Verflossenen Freundschaften, Affären und großen Lieben? Warum horten wir unsere Gefühle und Ängste wie alte Polaroids in großen Boxen und holen sie immer dann heraus, wenn wir uns einsam fühlen?

Sind wir - Emotionsmessies?

Um 06.00 Uhr früh nach einer unruhigen Nacht mit noch unruhigerem Schlaf kam mir ein Gedanke: Was wenn wir nur deshalb an schmerzhaften Ängsten und maternden Zweifeln festhielten, es uns so schwer machten neu anzufangen, neu zu vertrauen, es nochmal zu wagen, weil wir sie wie Geister der Vergangenheit in Kisten und Boxen unter dem Bett einsperrten?

Ich bin bereit für eine neue Frisur mit Nagelschere.  Noch zwei Sehnsuchtsphasen.

Menschen wünschen sich ständig einen neuen Anfang. Ein leeres Blatt, eine weiße Weste, eine komplett neue Chance. Alles hinter sich lassen.
Es nochmal ganz anders machen, besser machen, endlich richtig machen. Prioritäten neu ordnen. Von vorne beginnen. 
Die Wahrheit ist, dass die meisten von uns, diese Chance am Ende fürchten oder einfach ignorieren.
Die Wahrheit ist, dass ein neuer Anfang immer Leere bedeutet - allein sein.
Ein neuer Anfang kostet Mut, Kraft und Rückgrat.
Er bedeutet aufzugeben, zurückzulassen und weiterzugehen, das Unverständnis durchzustehen. Die Vorwürfe. Die Kritik. Bewusst.

Am Ende flüchten wir uns zurück in eine alte Freundschaft, wenn wir die andere hinter uns zu lassen glauben.
Wir rufen den Menschen an, der uns das letzte Mal das Herz gebrochen hat, um den zu ersetzen, der es dieses Mal getan hat.
Wir geben auf halber Strecke auf, laufen zurück, mit der Rechtfertigung, dass es uns doch eigentlich gut ging. Dass nicht alles schlecht war. Dass dieser "neue Anfang" vielleicht eigentlich nur das feige Weglaufen ist - und wir kämpfen sollten.
Mal wieder.

Die Wahrheit ist, dass wirklich nicht alles schlecht war.
Aber die Wahrheit ist, dass es mir nicht gut ging.
Die Wahrheit ist, dass ich nicht weggelaufen bin - ich bin gegangen.
Und ich will nicht mehr einer von uns sein.
Ich will ich sein. 

Jetzt bin ich hier. Mit meinem weißen Blatt.
Allein.
Ich muss nur noch herausfinden, was ich damit anfange.

Ich mag diese Ruhe hier.
Bei dir.
Dass ich mit dir einfach nur schweigen kann.
Irgendwann anfange zu reden und mich in deine Hände begebe.
Ich liebe, wie sehr du mich kennst, fängst, richtest und festhältst.
Ohne zu bedrängen, ohne zu verlieren oder zu vergessen.
Bei dir ist zu Hause.

Ich mag die Ruhe, die du in mir auslöst, wenn ich deine Nähe spüre.
Wenn ich weiß, dass du bleibst. Obwohl noch niemand je geblieben ist.
Ein Blick, eine Berührung, ein Moment mit dir - und ich habe keine Angst, dich in meine Karten schauen zu lassen.
Bei dir - kann mein zu Hause sein.

Dienstag, 13. März 2012

Du fehlst nur, wenn ich atme.

There is no magic cure, no making it all go away forever.

There are only small steps upward, an easier day, an unexpected laugh, a word that doesn´t matter anymore.
I am thawing.

Mittwoch, 7. März 2012

Wer mutig ist, liebt aufregender.

Ich bin nicht mutig. Ich wundere mich nun schon seit Wochen, warum du weg bist.
Ich habe Ansgt vor deiner Antwort, obwohl natürlich immer die Chance besteht, dass alles halb so wild ist, oder du ganz verdrehter Weise nur auf ein bisschen Mut wartest.
Aber gehe ich davon aus, dass dein Schweigen mir sagen soll - " Geh, ich will dich nicht mehr in meinem Leben haben,.." fällt es mir umso schwerer mutig zu sein.
Ja es fällt mir sogar schwer überhaupt ein Wort zu finden, geschweigedenn das richtige.
Nur, nur ist es mittlerweile so schwer geworden, zu schweigen.
Du fehlst mir.
In all deiner Unerreichbarkeit vermisse ich dich.
Wir hatten so wenig Zeit miteinander verbracht und ich bin schon so schrecklich traurig, wenn ich mir vorstelle dich nie wieder zu sehen.
Und das einzige, was ich weiß, ist, dass, solltest du jemals dein Schweigen brechen, ich dich wieder in meinem Leben haben wollte, ganz bedingungslos.
Aber du wirst nicht zurückkommen, du wirst nicht sagen - ich bin wieder da.
Du hast mich in dein Leben geholt, hast mich zaghaft gezogen, mich hineingeküsst und umarmt.
Und mich dann weggestoßen.
Ich, das tut so weh.
Ich bin nicht mutig. Ich bin nicht mutig genug dich gehen zu lassen, ich bin nicht mutig genug dich zurückzuholen, dich von mir zu überzeugen, weil ich fest glaube, dass man niemanden davon überzuegen kann, einen anderen gern zu haben oder ihm einen Platz in seinem Leben einzuräumen - jedenfalls nicht, bewusst. Das muss von ganz allein geschehen.
Ich wünsche mir den Mut, dich einfach überzeugen zu können. Ich finde nämlich, wenn ich ganz ehrlich bin, dass wir gut zusammen passen. So ganz verrückt und menschlich.
Und ich glaube auch, wenn ich noch weiter mutig bin, findest du das auch.
Und, wenn ich noch mutiger bin, würde ich auch sagen, dass dir Zeit mit mir verbringen gefällt und, dass dir meine Stimme am Telefon gefällt und, dass ich dir gefalle.
All das, würde ich sagen, wenn ich mutig wär.

Aber ich kann nicht, Grischa. Ich kann nichts davon sagen, ohne dabei die Angst in meinem Nacken zu spüren: Dass all die kleinen zarten, die großen wilden und die herausfordernden Küsse nichts wert waren. Dass jede Berührung Kalkül war und jeder Blick Berechnung.
Ich habe Angst, dass keine Verantwortung übernehmen eigentlich nur heißt - ich will dich nicht.
Wieder einmal.

Und da ist es, das Wort, was letztlich doch alles verändert: wieder.
Dieses Gefühl kenne ich schon, diese Situation kenne ich schon.
Und ich kenne mein Verhalten. von damals.
Ich habe voll Angst einfach nichts getan, habe dich einfach so in deiner "ich will keine Verantwortung übernehmen , aber ich mag dich" - Blase davonziehen lassen und mich immer gefragt, was wäre passiert, wenn ich ein bisschen - mutiger gewesen wär.

Deswegen schreibe ich.
Ich schreibe, weil ich ein bisschen mutiger sein will, als damals.
Ich weiß, dass es nichts bringen wird, aber, ich kann nicht schon wieder dastehen und alle "hätte" und "vielleicht"´s hin und her schieben, ohne eine wirkliche Antwort zu kennen.
Und - vielleicht, vielleicht vielleicht - bringt mein Mut dich dazu, ehrlich zu sein.
Und dieses Mal verlange ich Ehrlichkeit, und Aufrichtigkeit - ich wünsche mir, dass du mir sagst, dass ich keinen Platz mehr in deinem Leben haben kann. Soviel Ehrlichkeit bist du mir schuldig.
Wirklich.
Deswegen, schreibe ich.
Deswegen bin ich mutig, nur so kann ich daran glauben, dass sich Mut auszahlt, dass vielleicht hinter einem Zweifel nichts zu finden ist.
Vielleicht.

Donnerstag, 1. März 2012

Ohne Fallschirm

Du bist Brötchen holen gegangen und kamst nicht zurück.

So hast du mir damals von deiner Beziehung zu Anne und eurem Ende erzählt.

Heute sitze ich auf meinem Bett. 15 16 Tage nach deinem letzten Anruf.


Ich wünsche mir, dass uns die Zeit noch einmal zusammen treibt. Denn ich glaube wirklich, wir könnten gut füreinander sein. Und wir sind es uns schuldig, nach so vielen Jahren, es doch wenigstens zu versuchen.

Aber du machst mir Herzschmerzen.
Du machst, dass alles in mir sich nach Muskelkater anfühlt, obwohl ich seit Tagen nur auf dem Bett liege und auf dich warte.
ich zähle meine Gedanken, zähle die Worte zwischen den Augen, verfolge jeden Buchstaben auf seiner Reise durch meinen Kopf.
Nur du bist nie da.
Du bist irgendwo, irgendwo verstreut, und für mich ist dort kein Platz.

Ich hätte dich gern nicht in meinem Herzen. Du sollst raus da, dich woanders einnisten. Aber du hast dich festgebissen und nun zwickst du, wie eine zu eng sitzende Jeans.
Dabei bist du so ein schönes Modell.


Ich vermisse dich. 

Freitag, 24. Februar 2012

Vielleicht wollen wir zu viel.

Immer den ganzen Kuchen. Nie genug bekommen.
Das ganze Paket, quasi.


Und dann sind wir tottraurig, wenn es gar nicht funktioniert.

Manchmal hilft es einen Schritt zurückzugehen und das ganze aus einer anderen Richtung zu betrachten.
Das ist ziemlich schwer, schwerer noch als danach tief durch zu atmen. Doch, wenn es einem gelingt, ist es umso wichtiger genau zu schauen.
Es gibt nur selten Chancen diesen Schritt zu gehen. Nur zu oft laufen wir mit unseren kleinen Scheuklappen vor den Augen durch die Welt und schaffen es nicht einmal gerade aus zu blicken. Wir laufen panisch und immer auf der Suche nach Antworten, ohne die Fragen überhaupt zu kennen.
Aber wir suchen, suchen wie verrückt. Aus Angst, aus Langeweile, meistens aber, weil wir nicht anders können.
Wir sind Suchende; Halt, Vertrauen, Spaß. Ganz gleich, hauptsache nicht stehen bleiben.

Denn stehen bleiben würde bedeuten, die Welt ohne einen weiter drehen zu lassen.  Ist das so?
Geht alles weiter, verändert sich so rasend schnell, dass wir möglicherweise nicht mehr hinterher kommen würden? Laufen die Uhren noch etwas flotter?

Wenn ich dich sehe, rennt mein Herz und mein Verstand rast. Er rast so schnell, dass auch ich meinen Gedanken nicht mehr folgen kann. Sie fliegen umher, huschen an mir vorbei und bleiben einfach nicht stehen.
Und wenn ich dich nicht sehe, laufen sie immer wieder den gleichen Weg. Auf und ab, und auf und ab. Und ich komme zu keiner Lösung.
Komme nicht auf dem richtigen Weg an.
Doch dann - trete ich einen Schritt zurück und betrachte dich. Und mich.

Und sehe, wie ich alles haben will, sehe, wie ich nur das gelbe vom Ei haben will.
Und vergesse dabei, dass ich selbst gar nicht in der Lage bin alles zu geben, mich komplett fallen zu lassen, bedingungslos zu vertrauen.

Also gehe ich einen Schritt nach dem nächsten.
Und nehme, was - nein, nicht, was ich kriegen kann - sondern, was ich ertragen kann.
Und ich kann doch gar nicht alles ertragen. Und du auch nicht. Wer kann das schon?
Ich will nur ein bisschen Zeit von dir, für mich.
GIb mir ein bisschen Zeit.



"Im Grunde ihres Herzens erwartete sie ein Ereignis. Wie die Matrosen in Seenot ließ sie verzweifelte Blicke über die Ödnis ihres Lebens schweifen und suchte fern am Horizont ein weißes Segel."

Ich wollte die Wahrheit wissen, dass sie Mist ist - dafür kannst du nichts.

An dich:

Ich hasse es zu schreiben. Dir zu schreiben.
Dir zu schreiben bedeutet, nicht mit dir reden zu können, dich nicht sehen zu können.
Und das bedeutet, du willst mich nicht sehen, oder mit mir reden.
Also muss ich Worte finden, die all das, was ich denke und fühle gut ausdrücken können.
Dabei ist das das Schwerste. Denn, egal, was ich sage, den Ton zwischen den Zeilen werde ich nicht verändern können.
Der sitzt in deinem Kopf.
Der wird geformt durch deine Erfahrungen und all den Dingen, die dich dazu bringen, heute wieder nicht anzurufen.
 Und dabei bleibe ich auf der Strecke, weißt du?
Mit all meinen Erfahrungen, Ängsten und Sehnsüchten.
Und das verrückte dabei ist, dass ich das alles bei dir vergessen kann. Mit dir ist es wie nach Hause kommen, all meine Ängste lasse ich vor deiner grünen Tür und nehme nur meine Freude mit hinein.
Ich brauche dich nicht um mich gut zu fühlen, ich brauche dich nicht, damit einer für mich Verantwortung übernimmt. Das passiert von ganz allein.
Ich bin die meiste Zeit glücklich ohne dich um mich zu haben.
Doch du machst mich lebendig, schon mit einem kleinen "Hey,.." durch den Höhrer. Und das macht mir Angst. Eine scheißangst.
Diese Macht, die du über mich hast.
Ich möchte dich. Ich möchte dich in meinem Leben. Nicht, weil ich dich brauche.
Ich brauche dich nicht. Ich kann auch ohne dich leben, das habe ich lange genug bewiesen. Ich hätte dich getrost im alten Jahr lassen können und dich nie wieder sehen müssen. Du warst mir egal.
Und dann hast du gesagt, es würde sich lohnen. es fühlt sich doch so gut an, nicht wahr?

Und nun sitze ich hier und suche nach Worten, die dich nicht noch weiter von mir wegbringen. Und ich habe den schlimmen Verdacht, dass, ganz gleich, was ich sage, es dich von mir wegbringen wird.
Ich vertraue da meinem Gefühl, all deine Worte waren wahr, doch nun, nun ist es zu anstrengend, nun bin ich zu anstrengend für dich.
Vielleicht hast du Angst, ohne zu wissen, dass ich gut im Ängste nehmen bin.
Vielleicht hast du keine Lust, ohne zu wissen, dass auch hier Ehrlichkeit der einzige richtige Schlüssel wäre.
Vielleicht, vielleicht hast du mich einfach vergessen und ich bin dir egal. Dagegen habe ich keine Lösung, dagegen habe ich nur ein Schulterzucken.

Ich hätte dich so gern in meinem Leben. 2008 habe ich diese Worte nicht gefunden, heute - heute habe ich Angst, dass es zu spät ist.


Du musst es mir nicht glauben, aber es ist wahr.

Dienstag, 14. Februar 2012

Du bist meine Lieblingsassoziation

Ach, könnte man sich doch die Worte aus Hirn und Herz wegwischen und die Welt nur ein einziges Mal mit den Augen sehen.

Es ist zwar eine romantische Vorstellung, dass alle Gefühle im Herzen gespeichert sind, aber es ist Quatsch. Man fühlt mit dem Kopf, weil Gefühle beim Denken entstehen.

Vielleicht ist es genau unsere Zeit - Silvester. Die Wende.

Und immer schleichst du dich dann in mein Leben, wenn ich dich eigentlich nicht gebrauchen kann, aber nichts lieber haben will.

"Sprichst du manchmal von mir?", fragst du mich.
Und ich zögere und überlege, ob ich ehrlich oder einfach antworten sollte. Und ich wäge ab. Und frage mich, hast du Ehrlichkeit verdient?
- "Wenn ich von dir erzähl, dann spreche ich oft nur von deiner Art. So, wie du die Welt siehst oder wie du reagierst, wenn du ein tolles Lied hörst; dann erzähle ich von deinen großen Augen und den nervösen Händen und wie sich deine Stimme verändert, wenn du etwas ganz besonders gut findest und deine Worte nicht hinterherkommen.
Ich könnte natürlich auch von deinem Aussehen reden, aber das ist mir gar nicht wichtig.
Du bist es.
Wenn du mich küsst, und du dabei alles vergisst, werd ich ganz verrückt. Denn dann hälst du mich so fest, dass es fast ein bisschen weh tut, aber dein Verlangen ist Kompliment, ist anziehend, ist Luxus.
Ich rede von deinem Lächen, ja genau das. Nicht von deinen Grübchen, oder den so wunderbar gezeichneten Lippen, sondern ich erinnere mich am liebsten an die Stelle, an der man deine Zähne sieht, wenn du beim Lächeln den Mund ein wenig öffnest, oder manchmal auch, beim Reden. Dann würde ich dir die Stelle am allerliebsten wegküssen.
Oder manchmal überkommt es mich auf der straße, dass ich jemanden sehe, der ein kleines, nur ein winzig kleines Detail von dir in sich trägt und ich verfalle in Gedankenschwärmereien über deine Haare. (naja, vielleicht, ein bisschen Aussehen.)

Aber meistens, da rede ich davon wie gut du mich fühlen lässt, wenn ich bei dir bin und dann, habe ich über dich schon alles gesagt.
Bei dir ist es wie nach Hause kommen und meine Lippen sind voll Liebe."


"Farids Herz wurde so leicht, dass es ihn nicht verwundert hätte, wenn es einfach aus ihm herausgeschwebt wäre."



Das kurz-vor-dem-Aufstehen-Licht ist das Schönste.
In dem möchte ich dich sehen und hoffen, dass das Lächeln auf deinen Lippen von einem Traum kam, in dem du mein Gesicht sahst.

Montag, 6. Februar 2012

interkussziplinär.

Wir spielen Roulette.
Ich setze auf dich und meistens verliere ich.
Auf mich, kannst du dich verlassen und gehst all in.

Ich würde gern einen ganzen Tag mit dir im Bett verbringen. Urlaub feiern.
Doch ich stehe nur vor der Tür und höre dich schlafen.
Manchmal ist das ganz schön anstrengend.

Ein bisschen erschöpftes Vertrauen. Aber du nimmst mich mit auf diese Reise, deren Ende ich noch nicht kenne.
Und ich bin nicht sicher, ob ich die richtige Kleidung eingepackt habe.

Freitag, 3. Februar 2012

ich möchte:

- mit dir einen Sonnenaufgang sehen
- S Bahn fahren und dabei deine Hand halten
- von dir abgeholt werden
- Schnee aus deinen Haaren fangen
- mit dir aufwachen und ausschlafen können
- dich am Tage bis in die Nacht küssen
- dich bis in den Frühling küssen
- sehen, wie du etwas aufschreibst
- mit dir einkaufen gehen
- dir eine eine Weintraube klauen und in den Mund stecken
- bei dir sein.

Greifbarkeiten.

Meistens.. Manchmal.

Aber eigentlich: Immer.
Immer, wenn wir uns sehen, tust du mir gut. Du fühlst dich gut an. So richtig gut. ich mag es, deine Wange anzufassen und die zarten Härchen zwischen meinen Fingern zu spüren. Eigentlich, mag ich keine Bärte. Ich mag auch sonst keine Haare, nur auf dem Kopf, zum durchdieHaarefahren. Aber bei dir ist es anders.
Mit dir ist alles anders. Mit dir fühlt sich herumliegen an wie schweben, bei dir vergesse ich, für einen klitzekleinen Augenblick, meine Ängste. Ich vergesse sie so, dass ich dich auffressen will, ganz und gar. Und dieses Gefühl ist mir so unheimlich fremd, dass ich mich fürchte und zurückschrecke. Meistens fürchte ich mich so sehr, dass ich im Grunde nur erstarrt neben dir sitze und dich betrachte.
Ich betrachte dich gern, das tröstet ein wenig, denn, wenn du dort sitzt und redest, oder manchmal, wenn du mit jemandem telefonierst, lächelst du auf eine ganz bestimmte Weise und dann sehe ich dort diese kleinen Fältchen, die sich um deine Augen legen. Andere würden sagen, dass Schönste wäre wohl das Grübchen in deiner Wange, aber das ist es nicht einmal: ich mag, wie sich deine Lippe ein bisschen nach oben zieht und man deine Zähne sehen kann. Und dann möchte ich dieses Stück wegküssen, so sehr wegküssen, dass ich es habe und mit nach Hause nehmen kann und immer dann, wenn mir danach wäre, aus der Tasche nehme um es anzuschauen.
Aber sowas geht ja nicht, nicht einmal im Traum.
Im Traum küsse ich dich oft. So wie beim ersten Mal, weißt du noch? - Nach dem ersten schüchternen Kuss, als sich die Lippen noch suchten und verlangten. Heute, heute wissen sie von einander und sie fordern einander ein, finden einander und drängen sich zusammen und wollen nicht voneinander lassen.
Im Traum halte ich deine Hand, während wir durch die Straßen spazieren und der Schnee unter unseren Schuhen knarrt. Bevor der erste Schnee fiel, hatten wir Laub unter den Schuhen, aber da ich die Zeit eher mit Tagträumerein verbringe, kann ich das wahlweise umtauschen.
Ich halte deine Hand, die kaum größer ist als meine. Denn wir sind ja auch sonst, fast gleich. groß. Also legen wir unsere Hände ineinander und laufen, laufen und schlendern. Ich würde gern mein Gesicht in deinen Pullover legen, meine Nase zwischen Hals und Schulter stecken, dicht an dich gedrängt dort stehen und dich einatmen.
Aber, ich traue mich nicht.
Also liegen wir, ein bisschen übermannt von unseren Gefühlen wieder ein Stück voneinander entfernt auf deinem Sofa, die Musik läuft im Hintergrund im Takt unserer Herzen. Und dann kommst du uns küsst mich und küsst mich auf den Beat und sagst: "Diese Musik ist perfekt, dieser Augenblick ist perfekt. Und ich mag dich, sehr."

Aber - du bist nicht greifbar.

Es ist, als hätten wir nach so langer Zeit endlich den perfekten Moment erwischt. Vor ein paar Wochen, als sich alles noch gar nicht so anfühlte und "dich sehen" keine Option in meinem Leben darstellte - als ich dich schon längst abgehakt hatte, da kamst du plötzlich und klopftest an mein Herz.
Und, es tut mir so leid, aber - du hast dich da jetzt eingenistet, machst dich breit und es dir gemütlich.
Ich wollte dich nicht, Dich.
Mit deinen viel zu eigenartigem Wesen, deiner Unzuverlässigkeit. Nie konnte ich mich auf dich verlassen.
Und es scheint, als könne ich das heute auch nicht, auch, wenn du Sätze wie - "ich mag dich" und "Ich will dich sehen" in den Mund nimmst. Denn du sagst auch, "ich bin nicht greifbar",  "ich bin zurzeit mehr ich, als dass da Platz für ein wir wäre."
Soviel Ehrlichkeit kann ich auch nicht einmal böse sein. Ich kann mich nicht ungerecht behandelt fühlen, oder betrogen.
Du hälst meine Hand und drückst mich, du küsst und herzt mich zum Abschied. Und es fühlt sich nicht nach Abschied an.
Doch irgendwie, irgendwie. Weiß ich nicht, ob mein Herz das mitmacht.

Ich bin so schwach, weißt du? Ich trage diese alten Geschichten so lang mit mir herum, dass ich mich schon so an sie gewöhnt habe und ich nicht weiß, wann ich sie ablegen werde. Und ich weiß auch, nichts davon ist deine Schuld, du warst, bis auf einige Ausnahmen immer gut zu mir. Du sicherst mir Vertrauen zu, sagst, ich könne dir ebenso vertrauen. Aber, ach.
Und du tust wirklich alles, damit ich mich wohlfühle, ohne, dass du es musst und forcierst.
Ich fühle mich bei dir wohl, du behälst mich trotz alledem in deinem Leben und ich bin, gern dabei.
Ich bin gern bei dir.

Vielleicht ist das am Ende ja das was zählt.


Vielleicht bin ich aber auch noch nicht bereit für dich.

Die Leute sagen, ich sei etwas ganz besonderes.
Aber eigentlich möchte ich nur für dich besonders sein.

Montag, 16. Januar 2012

-- und du merkst, dass dir im Leben nichts fehlt.

"It´s good to look back sometimes."

Dich nehme ich mit ins neue Jahr. Noch ein Jahr du, ein neues Jahr du - Vielleicht ein ewiges Du, ein immer währendes Du.
Ich wünsche mir, weniger Turbulenz, mehr Klarheit, mehr Konsistenz, aber kein Stillstand, Wandel und Bewegung.

A dream is a wish your heart makes,
When you´re fast asleep.
In dreams you lose your heartaches.
Whatever you wish for you keep,
have faith in your dream and someday
Your rainbow will come smiling through,
no matter how your heart is grieving
if you keep on believing
the dream that you wish will come true.

Und lausche mit dem Herzen, dann wirst du verstehen.

I only say these things to you when you´re sleeping
And all I could think is that this must be some kind of rebellion
We´re on these fears like soldiers and we say them.


Und wie häufig schlägt dein Herz?

Meien Tür ist immer einen Spalt offen und ich denke meistens an dich, doch so lange mein Leben Rock'n Roll ist, kommst du wahrscheinlich nicht.